Die Kliemt-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrungen durch die Ausführung von Leistungen in den Bereichen Erd- und Tiefbau, Abbruch, Recycling, Transport und Baustellenlogistik. „Für die Erweiterung unserer Geschäftsfelder und den weiteren Ausbau der Unternehmensgruppe sind anspruchsvolle Aufträge wie Hochwasserschutz für uns von großer Bedeutung. Proaktiver Hochwasserschutz ist eine Generationenaufgabe. Ist eine Zukunftsaufgabe die nicht an kommunalen Grenzen endet, sondern ganze Regionen betrifft. Hier gibt es zukünftig viel zu tun und wir können unsere langjährigen Erfahrungen einbringen“, sagt Denis Sowa, Geschäftsführer, Gerhard Kliemt GmbH & Co.
Die Stadt Duisburg hat die Kliemt-Gruppe mit der Deichsanierung und Rückverlegung des Deiches in Duisburg-Mündelheim beauftragt. Die Umsetzung erfolgt in zwei Schritten: Der vorhandene Alt-Deich wurde zurückgebaut das heißt er wurde vollständig abgetragen und im Baufeld zur Wiederverwertung zwischengelagert. Der nächste Schritt ist der Neubau eines 3-Zonen-Deichs auf einer Länge von etwa 450 Metern. Die Rückverlegung schafft mehr Raum für den Rhein und verbessert so die Hochwasserlage in dem Gebiet. Mit der Verlegung entsteht zusätzlicher Retentionsraum - also mehr Platz, um Hochwasser aufzunehmen. Ein Deich dient nicht dazu, das Wasser komplett abzuhalten, sondern und kontrolliert zu leiten bzw. sickern zu lassen. Diese kontrollierte Sickerung ist wichtig, um das Aufweichen des Deichkörpers zu verhindern und somit die Stabilität des Deiches zu gewährleisten. „Der neue Deich in Duisburg ist eine Standard-Konstruktion, er besteht aus drei Zonen: dem Stützkörper, einer Dichtschürze und einem Dränkörper. Der Stützkörper ist nur gering wasserdurchlässig und maßgeblich für die Standfestigkeit des Deiches verantwortlich. Die Dichtschürze auf der Wasserseite ist schwach wasserdurchlässig, sievermindert bzw. verlangsamt, das Eindringen von Wasser in den Deichkörper. Der Dränkörper auf der Landseite besteht aus wasserdurchlässigem Material, um den Deichkörper gezielt zu entwässern“, erläutert Denis Sowa. Besondere Herausforderung war neben einer kurzen Ausführungsdauer, die exakte Einhaltung des Qualitätssicherungsplans und die intensive Arbeitsvorbereitung im Vorfeld von der Planung der Baustelleneinrichtung über das Verkehrs- und Logistikkonzept bis zur Bauzeitenplanung.