Bauen für mehr Bildung:

Kliemt-Gruppe erstellt die Baugruben und Entwässerungstechnik für den Schulneubau in Erkrath

Die Stadt Erkrath hat ein neues Schulgebäude für das Gymnasium Neandertal in Erkrath bei Düsseldorf beschlossen, um den Anforderungen für Bildung für rund 700 SchülerInnen gerecht zu werden. Der Neubau auf dem über 14.000 m² großem Gelände ersetzt das bisherige Schulgebäude im Stadtteil Alt-Erkrath und entsteht in nachhaltiger Holzhybridbauweise. Das Schulgebäude mit seinen vier oberirdischen Vollgeschossen und einem unterirdischen Stockwerk entsteht auf einem großzügigen Grundstück in Hanglage in naturnaher Umgebung. Die Grundrissfläche von 4.300 m² bietet Platz für die Unterrichtsräume und Fachbereiche sowie für die Büros der Verwaltung und Gemeinschaftsflächen. Zielsetzung ist es, ein zukunftsfähiges Schulgebäude zu schaffen, das die pädagogischen Anforderungen und die technischen Standards wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit verbindet. Das Projekt strebt die Zertifizierung „Nachhaltige Baustelle“ durch die Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an.

 

Nachhaltiges Schulgebäude in naturnaher Umgebung

Mit der Erstellung des neuen Schulgebäudes wurde die Ed. Züblin AG, Direktion NRW aus Düsseldorf beauftragt. Für die Ausführung der Tiefbau-Arbeiten ist die Kliemt-Gruppe aus Hilden verantwortlich. Das Familienunternehmen hat im Auftrag der Ed. Züblin AG die Erdarbeiten übernommen, zwei Baugruben erstellt, Tragschichten eingebaut, die Kanalarbeiten ausgeführt, ein Retentionsbecken als Schutz gegen Starkregen erstellt und die Baugruben verfüllt. „Auf der Baustelle gab es spannende Herausforderungen für unser Team: Das Erdreich war wenig tragfähig, das Grundstück mit Hanglage liegt in der unmittelbaren Nähe eines Flusses, daher musste der Grundwasserstand während der Bauphase abgesenkt und Oberflächenwasser abgeleitet werden“, berichtet Dipl.-Ing. Simon Malyszek, der verantwortliche Oberbauleiter und Prokurist der Gerhard Kliemt GmbH & Co. KG. Nach dem Oberflächen-abtrag wurde über 10.000 m³ Erdreich ausgehoben - um eine untere Baugrube (6.000 m³ Aushub) und eine obere Baugrube (4.500 m³ Aushub) zu erstellen. Die Aufteilung auf zwei Baugruben war durch die Topografie, die Grundwasser-Situation durch die Hanglage und die Beschaffenheit des Lehmbodens erforderlich. Für die Bauarbeiten - wie den Einbau von Bohrpfählen - mussten in den Baugruben zur Erhöhung der Stabilität zusätzliche Tragschichten eingebaut werden. Weiterhin hat die Kliemt-Gruppe die Kanalarbeiten zur Entwässerung (60 Prüf- und Absturzschächte sowie 1.250 Meter Grundleitungen) und den Bau eines großvolumigen Retentionsbecken zur Speicherung von Regenwasser ausgeführt. Das Becken schafft Rückstauvolumen bei Starkregen und entlastet die Kanalsysteme gezielt durch die temporäre Aufnahme und die zeitverzögerte Ableitung. „Die Verfüllung und die Verdichtung der Baugruben erfolgten mit dem vorhandenen Erdreich unter Zugabe von Bindemitteln, um die Stabilität und Tragfähigkeit zu erhöhen“, erläutert Oberbauleiter Simon Malyszek.