Neubau von Mehrfamilienhäusern:

Kliemt-Gruppe übernimmt die Erd- und Kanalbauarbeiten für acht Mehrfamilienhäuser im Donatus-Quartier in Pulheim

Der Stadtteil Brauweiler ist eine beliebte und attraktive Wohngegend von Pulheim mit guter Infrastruktur im beliebten Speckgürtel vor den Toren der Stadt Köln. Als Bauherr errichtet die „Bauen für Menschen GmbH“, eine Tochter des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), an der Helmholtzstraße acht dreigeschossige Mehrfamilienhäuser im Donatus-Quartier. Gebaut werden 63 Wohnungen mit unterschiedliche Zuschnitten sowie 4 Wohngruppen für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Vorgesehen sind auch ein Cafe, zwei Gewerbeeinheiten und eine zentrale Tiefgarage. Das gesamte Außengelände wird mit einer hohen Aufenthaltsqualität, Liegepodesten, Spielflächen und durchgängig barrierefrei gestaltet. Der historische Stadtkern und die Abtei Brauweiler sind bequem fußläufig erreichbar.

 

Inklusives Wohnen und Leben für mehr Lebensqualität

Den Zuschlag für die Ausführung der Neubauten hat die Weissenburger Bau GmbH aus Karlsruhe erhalten. Mit der Ausführung der Tiefbauarbeiten inklusive Kanalarbeiten wurde die Kliemt-Gruppe aus Hilden beauftragt. Das Familienunternehmen verfügt über langjährige Erfahrung bei der Erstellung von schlüsselfertigen Baugruben und in der Herstellung von Kanal- und Entwässerungssystemen. Als angehendes Mitglied der Gütegemeinschaft Kanalbau verfügt die Kliemt-Gruppe über breite Fachkenntnisse, qualifizierte Mitarbeiter und über die Zertifizierung „Güteschutz Kanalbau überwacht“. „Im ersten Schritt für den Neubau der acht Wohnhäuser haben wir mit dem schrittweisen Aushub von über 30.000 m³ Bodenmaterial auf dem länglichen Grundstück begonnen“, berichtet Simon Malyszek, verantwortlicher Oberbauleiter und Prokurist der Gerhard Kliemt GmbH & Co. KG.

 

Für den  Bodenaushub setzt die Kliemt-Gruppe auf den Einsatz eines >30 Tonnen Baggers mit exakter GPS-Steuerung. Die Ausführungspläne werden mit einer Software in ein 3D-Modell umgewandelt und per Datenübertragung an den Bagger auf der Baustelle in Brauweiler übermittelt. Mit der 3D-Steuerung kann der Maschinist via Satelliten-übertragung und den Neigungssensoren am Bagger exakt entlang des vorhandenen digitalen Geländemodells auf seinem Bildschirm navigieren, steuern und die Arbeiten ausführen. „Das Verfahren hat den großen Vorteil, dass die Lagengenauigkeit sehr hoch ist. Bereits kleine Abweichungen erfasst das System und korrigiert bzw. passt die Daten entsprechend an. Das führt zu einer echten Zeit- und Kostenersparnis, da der Baggerfahrer die Arbeiten größtenteils autark ausführen kann und kaum Vermesser vor Ort notwendig ist“, erläutert Simon Malyszek aus der Praxis.

 

Nachhaltiges Entwässerungskonzept

Für die Entwässerung des 13.650 Quadratmeter großen Grundstückes setzen die Planer auf eine Kombination von Stauraumkanälen und Rigolen. Dafür wird ein 700er Stauraumkanal als unterirdisches Rückhaltesystem aus Stahlbetonrohren mit einem Innendurchmesser von 700 mm (DN 700) als Kanalsystem auf dem Grundstück verbaut. Er speichert bei Starkregen große Mengen Misch- und Regenwasser temporär, um Kläranlagen nicht zu überlasten und Überflutungen zu verhindern. Rigolen sind ein Baustein der Regenwasserbewirtschaftung und gesteuerten Grundstückentwässerung. Sie nehmen Niederschlags-wasser unterirdisch auf, speichern es und lassen es sukzessive, flächig im Erdreich versickern. So wird die öffentliche Kanalisation entlastet, sie schützen vor Überflutungen und fördern die Grundwasserbildung.